Die/ Der Makler / in, was tut sie / er ?

  1. Der Maklervertrag
  2. Wenn Makler Ihren Personalausweis sehen wollen  (das neue Geldwäschegesetz)
  3. Auszug aus dem Alltag eines Maklers/in
  4. 150 unverzichtbare Aufgaben eines qualifizierten Fachmaklers

 

1.

Der Maklervertrag : Alleinauftrag? Ja! Aber welchen? Und warum?

Für viele Immobilienverkäufer ist ein Maklervertrag ein absolut rotes Tuch, sie probieren lieber alleine, ihre Immobilie zu verkaufen. Doch jeder Verkäufer sollte an das alte Sprichwort denken „Schuster bleib bei Deinen Leisten“ – dies trifft auch sehr oft auf die Immobilienbranche zu.

 

Welche Makleraufträge gibt es überhaupt?

Es wird zwischen drei Arten von Maklerverträgen unterschieden

•   einfacher Maklerauftrag
•   Alleinauftrag
•   qualifizierter Alleinauftrag

 

Der einfache Maklerauftrag schließt lediglich die Zuschaltung weiterer Makler durch den Verkäufer während der Vertragslaufzeit aus; der Verkäufer kann jedoch weiterhin eigene Verkaufsbemühungen anstreben. Der Provisionsanspruch des Maklers entsteht nur im Erfolgsfall.

Beim Alleinauftrag verzichtet der Auftraggeber des Maklers darauf, einen weiteren Makler zu beauftragen. Der Eigentümer hat zwar noch das Recht selber tätig zu werden und sein Objekt zu veräußern ohne dass ein Provisionsanspruch des Maklers entsteht. Veräußert der Auftraggeber sein Objekt jedoch über einen anderen Makler, so muss er die mit dem Makler vereinbarte Provision zahlen.

Beim qualifizierten Alleinauftrag ist der Makler der ausschließliche Ansprechpartner, der Verkäufer muss alle eigenen Verkaufsbemühungen während der Vertragslaufzeit einstellen.

Ein Maklervertrag kann formlos, sollte aber schriftlich abgeschlossen werden. In der Praxis kommt der Vertrag oft dadurch zustande, dass der Makler ein Exposé oder einen Objektnachweis zur Verfügung stellt und darin seine Provision angegeben ist.

Der Maklervertrag läuft oft für einen bestimmten Zeitraum, der im Vertrag vereinbart sein kann. Danach kann der Kunde eine Kündigung mit einer Frist von 1 Monat jederzeit aussprechen. Für vorher durch den Immobilienmakler geworbene Käufer oder Mieter bleibt auch nach der Kündigung ein Provisionsanspruch bestehen, wenn dann ein Kauf oder eine Vermietung zustande kommt. Die Frist des Provisionsanspruchs kann in dem Maklervertrag geregelt werden.

 

Was bringt der Alleinauftrag dem Verkäufer?

Einem privaten Verkäufer fehlt oft der Marktüberblick, der zur Markteinschätzung und somit zur marktgerechten Preisfindung seiner Immobilie zwingend notwendig ist. Oft werden dann Objekte mit marktunrealistischen Preisen beworben – die richtigen Interessenten bleiben aus. Wenn der private Verkäufer nun nach einigen Wochen merkt, dass er bei seiner Preisvorstellung nachbessern muss, gilt das Objekt bei aufmerksamen Marktbeobachtern schon als „unverkäuflich“. 
Der professionelle Makler hätte den Verkäufer schon vor Abschluss eines Alleinauftrages bei der richtigen und somit marktgerechten Preisfindung beraten. Außerdem hätte der Verkäufer von dem Interessentenpool des Makler profitieren können – denn oft hat der Makler bereits einen bestimmten Kunden für eine bestimmte Immobilie im Auge.

 

Warum ein Alleinauftrag?

Durch einen Alleinauftrag sichert sich der Immobilienmakler die Wahrscheinlichkeit auf seinen Provisionsanspruch. Desto mehr Makler sich um den Verkauf einer Immobilie bemühen, umso geringer wird die Erfolgswahrscheinlichkeit für den Einzelnen. Außerdem erwecken Objekte, die von mehreren Maklern angeboten werden, den Anschein, als seien sie von nur einem Makler gar nicht verkäuflich. Durch die Einschaltung mehrerer Makler macht sich der Verkäufer seine Immobilie also nur am Markt kaputt. Der private Verkäufer ist bei einem professionellen Immobilienmakler in jedem Fall besser aufgehoben, als es auf eigene Faust zu probieren. Viele Verkäufer scheuen sich, sich an einem Makler zu binden, doch nur so haben sie die besten professionellen Verkaufsaussichten. Ein Makler, der einen Alleinauftrag hat, wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um das Objekt zum Abschluss zu bringen. Ein Makler, der keinen Alleinauftrag hat, wird das Objekt lediglich aus der Schublade ziehen, wenn er seinem Kunden sonst nichts anbieten konnte. Nur beim Alleinauftrag kann sich der Verkäufer sicher sein, dass der Makler alles daran setzen wird, die Immobilie zu verkaufen, und den Verkäufer von sich zu überzeugen – ohne Alleinauftrag und somit auch oft ohne Verkaufserfolg ist der Verkäufer anschießend sogar noch vom Makler enttäuscht. Abschließend bleibt zu sagen, dass jeder Immobilienverkäufer die Professionalität eines Immobilienmaklers ausnutzen sollte – und jeder professionelle Makler wird sein Know-How, seine Marktkenntnis und seinen Kundenstamm nur mit einem Maklervertrag in Form eines Alleinauftrages einbringen.

 

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2.

Wenn Makler Ihren Personalausweis sehen wollen

Neues Geldwäschegesetz (GwG)

Seien Sie nicht überrascht, wenn der Makler neuerdings Ihren Personal- Ausweis sehen möchte!

Worum geht es?

Die Bundesrepublik Deutschland und die Europäische Union wollen mit dem GwG ihre Bürger vor illegalen oder gar terroristischen Handlungen schützen. Ziel des sogenannten Geldwäschegesetzes ist es, Gewinne aus schweren Straftaten aufzuspüren und die Terrorismusfinanzierung zu erschweren bzw. zu verhindern. Dieses Anliegen des Gesetzgebers ist sicher Jedem verständlich, denn dem Staat entgehen infolge illegaler Geldwäsche enorme, ihm zustehende Steuereinnahmen. Würde er über diese Einnahmen verfügen, könnten entweder notwendige Ausgaben bestritten oder Steuern gesenkt werden. Außerdem macht es Sinn zu verhindern, dass „gewaschene“ Gelder für die Finanzierung von Terrorismusaktivitäten verwendet werden.

In der Praxis bedeutet das:

Neben Banken, Rechtsanwälten, Finanzdienstleistern usw. sind auch Immobilienmakler im Gesetz als sogenannte „Verpflichtete“ genannt (§ 2 Abs. 10 des GwG). „Verpflichtete“ sind Berufsgruppen, die potentiell mit größeren Gütern oder Luxusartikeln handeln, die vom Grundsatz her zur Geldwäsche geeignet wären.

Deshalb müssen diese gesetzlich genau festgelegten Berufsgruppen schon bei Aufnahme einer Geschäftsbeziehung (also auch schon vor Abschluss eines Vertrages, nämlich beim ersten Kontakt) eine Identifizierung des Kunden vorzunehmen. Kann der Verpflichtete (Immobilienmakler) diese Sorgfaltspflichten nicht erfüllen (z.B. weil der Kunde sich nicht ausweisen will), darf die Geschäftsverbindung erst gar nicht begründet oder fortgesetzt und keine Transaktion durchgeführt werden. Soweit eine Geschäftsverbindung bereits besteht, ist diese dann sogar vom Verpflichteten ungeachtet anderer gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen durch Kündigung oder auf andere Weise zu beenden.

 

Identifizierung des Geschäftspartners, also des Kunden:

Eine der durch dieses Gesetz auferlegten Sorgfaltspflichten ist die sogenannte „Identifizierung“ des Vertragspartners. Das GwG schreibt hier die Angaben und die geeigneten Dokumente exakt vor und läßt dem Makler keinen Spielraum:

 

Bei natürlichen Personen

(Kaufinteressent) müssen vom Makler folgende Daten erhoben werden: Name, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Anschrift. Zur Überprüfung der Identität ist der Geschäftspartner (hier der Kaufinteressent) ebenso gesetzlich verpflichtet, sich durch einen gültigen amtlichen Ausweises, der ein Lichtbild des Inhabers enthält (mit dem also die Pass- und Ausweispflicht im Inland erfüllt wird) insbesondere anhand eines inländischen oder nach ausländerrechtlichen Bestimmungen anerkannten oder zugelassenen Passes, Personalausweises oder Pass- oder Ausweisersatzes auszuweisen.

 

Aufzeichnungspflicht des Immobilienmaklers:

Gemäß GwG sind die erhobenen Angaben und eingeholten Informationen über Vertragspartner, wirtschaftlich Berechtigte, Geschäftsbeziehungen und Transaktionen aufzuzeichnen. Der Immobilienmakler muß sich also nicht nur die Ausweispapiere jedes Kunden zeigen lassen, sondern auch noch die Einsichtnahme dokumentieren bzw. Ausweiskopien machen und diese Unterlagen mind. 5 Jahre aufbewahren.

 

Das GwG aus Sicht des Immobilien-Maklers

Selbstredend tritt der Immobilien-Makler als Bürger ganz persönlich auch für diese Ziele des GwG ein. Zusätzlich betrifft ihn das GwG aber auch in seiner Eigenschaft als Unternehmer. Er hat daher die ihm auferlegten Verpflichtungen einzuhalten, damit er selbst nicht gesetzeswidrig handelt. Darüber werden in Zukunft vermehrt staatliche Stellen, wie z.B. das Bundeskriminalamt (BKA) wachen und den Makler unangemeldet vor Ort kontrollieren. Bei Nichteinhaltung dieser gesetzlichen Vorschriften drohen ihm Bußgelder bis zu Euro 100.000.

 

Im vorliegenden Artikel wurden die Gesetzestexte nur auszugsweise und erklärend wieder gegeben und er beinhaltet bei Weitem nicht alle Inhalte und Vorschriften.

Es empfiehlt sich daher, im Bedarfsfalle oder bei Interesse den kompletten Gesetzestext
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/gwg_2008/gesamt.pdf 
abzurufen!

 

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3.

Immobilienmakler/in im Alltag:

 

Oft mag man sich fragen, wie man sich den Tagesablauf eines Immobilienmaklers/in vorstellen muss. Pauschal lässt sich das nicht skizzieren, zumal nicht ein Tag wie der andere abläuft. Die hier dargestellte Skizze ist nur ein Beispiel dafür, wie ein typischer Makleralltag aussehen kann:

Anne X., eine selbständige Immobilienmaklerin aus O., gibt einen kleinen Einblick in Ihren Arbeitsalltag, weil viele Menschen völlig falsche Vorstellungen davon haben, was ein Makler/in leisten muss.

Oftmals besteht das Vorurteil, ein Makler/in würde für einen Verkäufer nur einen passenden Immobilienkäufer suchen und sich dafür seine Provision einstreichen, obwohl sich Verkäufer wie Käufer genauso gut auch ohne ihn hätten treffen und verhandeln können. Ann X. muss angesichts solcher naiver Vorstellungen immer schmunseln. „Wäre es so,“ meint sie, „brauchte man mich in der Tat nicht. Das können beide Parteien auch gut alleine regeln.“ Deshalb gibt er hier seinen typischen Arbeitsalltag wieder.

Auch wenn nicht ein Tag so verläuft wie der andere, gibt es doch einen gewissen „Roten Faden“, der sich durch jeden Tagesablauf hindurch zieht.

 

8.30 Uhr: Ann X. betritt ihr  Büro; sie  nimmt sich gerne die Zeit, morgens in Ruhe Maileingänge, Faxe, Anrufe abhören, alle Kundenanliegen sichten und ihren Tagesplan darauf abzustimmen

9.00 Uhr:  Start: Telefonate mit Kunden, Banken, Bauamt und Gemeindeverwaltung zu führen, Termine zu vereinbaren und schriftliche Korrespondenzen zu erledigen. Eine Wertermittlung für eine neue Immobilie muss bis spätestens den nächsten Tag fertig sein.

10.00 Uhr: Eigentlich ist die nächste Stunde dafür vorgesehen, zwei Exposés für zwei neu hereingekommene Immobilien zu erstellen; hierfür müssen Fotos gemacht und ein ansprechendes Layout gestaltet werden; der Auftraggeber wird nochmals angerufen, weil der Lageplan und der Bauplan mit der Raumaufteilung noch fehlen; um 14.00 kommt der Kunde und bringt die Unterlagen; das Exposé wird später fertiggestellt;

11.00 Uhr: Ein Besichtigungstermin liegt an, die Interessentin kann nur vormittags; im Anschluss schnell bei den Objekten vorbeifahren und die Fotos für die Exposés aufnehmen; die Besichtigung dauert länger als geplant, daher verschiebt sich die Mittagspause um eine halbe Stunde.

12.30 Uhr: Mittagspause, leider etwas verkürzt

13.00 Uhr: mit der Tageszeitung telefonieren und Anzeigen schalten, dazu die beiden neuen Objekte in die Homepage einpflegen.

14.00 Uhr: Der Kunde bringt die Baupläne vorbei

14.30 Uhr: Neukundenakquise

15.30 Uhr: Ein Außentermin wartet, es geht um ein Einfamilienhaus, das sich eine Familie ansehen möchte

16.15 Uhr: Notartermin bei Dr. F.; eine Immobilie wechselt den Besitzer; mit Beurkundung und anschließendem Sektanstoß dauert es bis etwa 17.00

17.00 Uhr: Der nächste Außentermin wartet schon, eine Wohnungsbesichtigung für eine Eigentumswohnung; heute liegt zudem noch eine Wohnungsbesichtigung für eine Mietwohnung an, aber erst abends

17.45 Uhr: Zurück ins Büro; nochmals den Terminplaner durchgehen und an weiteren Layouts arbeiten, das dauert länger als erwartet,
aber das Layout wird gut

19.30 Uhr: Wohnungsbesichtigung in der Hauptstraße, gemeldet sind 5 Interessenten, hoffentlich kommen sie all pünktlich

20.45 Uhr: Zurück im Büro, noch kurz Mails checken, Anrufbeantworter abhören  und Faxe beantworten und einen Kunden anrufen, der erst abends erreichbar ist; für den nächsten Tag alles vorbereiten was anliegt. Ausserdem für die Wertermittlung der Neuimmobilie alle Daten zurechtlegen.

21.15 Uhr: Endlich Feierabend

Nicht jeder Tag verläuft gleich lang. Manche Tage enden durchaus früher, denn es gibt Tage, an denen keine Außentermine stattfinden. An anderen Tagen jedoch kann es auch einmal zu 14 bis 15 Arbeitsstunden kommen.

 

4.

150 unverzichtbare Aufgaben eines qualifizierten Fachmaklers  (Quelle bvfi)

Hinweis:
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Umfang der Dienstleistungen  kann je nach Objekt, Anbieter und Markt sehr stark variieren. Viele zertifizierte Fachmakler bieten  routinemäßig ein umfangreiches Angebot an zusätzlichen Dienstleistungen an, die sich entsprechend den unterschiedlichen Arten von ImmobilienTransaktionen sehr stark unterscheiden können. Auch sind nicht für jede Transaktion dieselben Schritte notwendig, um sie zum Erfolg zu führen. Trotzdem ist eine ausführliche Auflistung sinnvoll. So zeigt sich in der Praxis, dass aufgrund der unerwarteten Komplikationen, die sich zu jeder Zeit ergeben können, eine  umfassende Kenntnis aller üblichen Schritte notwendig ist, um eine intelligente und fundierte Entscheidung zu treffen und Probleme zu umgehen.

Vorbereitung

1. Verabredung mit dem Verkäufer für eine Präsentation des Listings.
2. Dem Verkäufer schriftlich oder per E-Mail eine Bestätigung der Verabredung senden und nochmals anrufen, um es zu bestätigen.
3. Fragen und erforderliche Aufnahmeunterlagen und Hilfsmittel vor der Verabredung zusammenstellen und nochmals überprüfen.
4. Alle aktuell gelisteten, eventuell vergleichbaren Objekte durchgehen.
5. Angebots- und Verkaufsaktivitäten der letzten 6 Monate in MLS und öffentlich zugänglichen Datenbanken oder eigenen Systemen durchgehen.
6. Die durchschnittliche Inseratsdauer für diese Objektart, Preisspannen und Lagen ermitteln.
7. Die steuerlichen Informationen des Objektes ermitteln und überprüfen.
8. Eine vergleichbare Marktanalyse erstellen, um den fairen Marktwert des Objekts zu ermitteln.
9. Pläne der Immobilie und der Umgebung beschaffen.
10. Die Eigentums- und Besitzstruktur des Objekts ermitteln.
11. Öffentlich zugängliche Informationen bezüglich Objektmassen beschaffen.
12. Rechtliche Beschreibung des Objekts beschaffen und überprüfen.
13. Das Umland der Immobilie untersuchen. Vertragliche Beschränkungen beachten.
14. Die aktuelle Nutzung des Objekts sowie die eventuelle Aufteilung ermitteln.
15. Das Paket für die Präsentation des Listings mit den oben genannten Materialien Informationen vorbereiten.
16. Eine externe Bewertung des äußeren Eindrucks für das betreffende Objekt durchführen.
17. Eine formelle Datei über das Objekt anlegen und zusammenstellen.
18. Derzeitige Nähe zu öffentlichen Schulen ermitteln und die Bedeutung von Schulen auf den Marktwert erläutern.
19. Die Checkliste für die Listingvereinbarung bzw. den qualifizierten Makler-Allein-Auftrag überprüfen und sicherstellen, dass alle Schritte und Aktionen erledigt wurden.

Die Präsentation

20. Dem Verkäufer einen Überblick über die aktuellen Marktbedingungen sowie die Zukunftsaussichten geben.
21. Zeugnisse und Empfehlungsschreiben im Markt des Agenten und der Firma darlegen.
22. Das Profil der Firma und die Position oder die Nische im Markt vorstellen.
23. Dem Verkäufer die vergleichbare Marktanalyse einschließlich der vergleichbaren Faktoren, Verkäufe, aktuellen und abgelaufenen Listings vorstellen.
24. Eine Preisstrategie auf der Basis einer professionellen Beurteilung und Interpretation der aktuellen Marktbedingungen anbieten.
25. Die Ziele für einen erfolgreichen Verkauf mit dem Verkäufer besprechen.
26. Die Macht des Marktes und die Vorteile des Multiple-Listing-Systems erläutern.
27. Die Arbeit der Maklerfirma und des zertifizierten Fachmaklers erklären. Den Blick hinter die Kulissen ermöglichen und die Erreichbarkeit des Maklers am Wochenende darlegen.
28. Die Rolle des Fachmaklers beim Telefonieren zur Ermittlung von qualifizierten Käufern und zum Schutz des Verkäufers vor Kuriositätensuchern erklären.
29. Den strategischen Masterplan vorstellen und diskutieren.
30. Die verschiedenen Beziehungen zwischen Maklerfirmen erklären und die Vorlieben des Verkäufers ermitteln.
31. Alle Klauseln im Maklervertrag und den Anhängen mit dem Verkäufer zusammen durchgehen, erklären und den Verkäufer unterzeichnen lassen.

Wenn ein qualifizierter Makler-Alleinauftrag oder eine Listingvereinbarung geschlossen wurde

32. Die Flächen und Maße des Objektes ermitteln.
33. Falls verfügbar, die Größe des Grundstücks durch entsprechende Unterlagen bestätigen.
34. Eventuelle, nicht eingetragene Absprachen, Vereinbarungen und Nutzungsrechte oder Baulasten ermitteln und notieren.
35. Falls erforderlich und verfügbar, Pläne des Hauses besorgen.
36. Die Hauspläne prüfen und eine Kopie erstellen.
37. Bebauungsplan besorgen falls erforderlich und prüfen.
38. Die Anweisungen für Besichtigungstermine für eventuelle Käufervertreter vorbereiten und mit dem Verkäufer einen Zeitrahmen für Besichtigungen vereinbaren.
39. Aktuelle Kreditinformationen (Grundschuld) besorgen.
40. Die aktuellen Kreditinformationen mit dem/den Darlehensgeber(n) verifizieren.
41. Ablösevoraussetzungen des/der Darlehen und eventuelle spezielle Bedingungen prüfen.
42. Mögliche Finanzierungsalternativen und Optionen mit Käufer und Verkäufer diskutieren.
43. Falls verfügbar, die Wertschätzung überprüfen.
44. Unterlagen über erforderliche Versicherungen besorgen und kopieren.
45. Strom: Daten von möglichen Anbietern ermitteln.
46. Den durchschnittlichen Verbrauch auf der Grundlage der letzten 12 Monatsrechnungen berechnen.
47. Wasser: die durchschnittlichen Gebühren oder Raten auf der Grundlage der letzten 12 Monatsrechnungen ermitteln.
48. Brunnenwasser: den Status des Brunnens, die Tiefe und die Leistung mittels eines Berichts ermitteln.
49. Erdgas: Verfügbarkeit untersuchen/verifizieren sowie mögliche Anbieterdaten ermitteln.
50. Verifizieren, ob ein aktueller Servicevertrag für ein eventuell vorhandenes Sicherheitssystem besteht und prüfen, ob das System gekauft oder gemietet ist.
51. Verifizieren, ob der Verkäufer übertragbare oder auflösbare Bürgschaften hat.
52. Eine detaillierte Liste des Zubehörs erstellen und dessen Marktwert ermitteln.
53. Eine detaillierte Liste etwaiger Rechte Dritter und möglicher Abtretungen/ Übergänge beim Verkauf des Grundstücks erstellen.
54. Eine Liste der fertiggestellten Reparaturen und Wartungsarbeiten erstellen.
55. Eine Liste mit eventuell noch notwendigen Reparaturen erstellen.
56. Dem Käufer ein Angebot für die eventuell notwendigen Reparaturen vorlegen.
57. Energieausweis erstellen (lassen).
58. Falls die Immobilie leer steht, dem Verkäufer die Checkliste für leerstehende Immobilien senden.
59. Ausreichende Versicherung des Gebäudes prüfen und ggfls. neu vereinbaren.
60. Verifizieren, ob vermietete Einheiten involviert sind. Falls ja:
61. Kopien aller Mietverträge besorgen.
62. Alle Mieten und Kautionen verifizieren.
63. Die Mieter über das Listing informieren und vereinbaren, wie die Besichtigungstermine durchgeführt werden.
64. Das Anbringen eines Verkaufsschilds organisieren.
65. Die Ergebnisse der Bewertung des Außeneindrucks mit dem Verkäufer besprechen und Vorschläge zur Verbesserung der Verkäuflichkeit machen.
66. Ergebnisse der Bewertung der Innenausstattung überprüfen und Vorschläge machen, um die Zeit bis zum Verkauf zu verkürzen (Homestaging).

Die Datenbank des Multiple-Listing-Services MLS

67. Die Immobiliendaten vom Objektaufnahmebogen in die Datenbank des MLS übertragen.
68. Falls Eintrag von Mitarbeiter erfolgt, diesen in der MLS Datenbank auf Richtigkeit prüfen.
69. Die Immobilie dem aktiven Listing des eigenen Maklerbüros hinzufügen.
70. Dem Verkäufer kurzfristig Kopien des Maklerauftrages bzw. der Listingvereinbarung und des (MLS-)Exposés zur Verfügung stellen.
71. Weitere Fotos zum Hochladen in das MLS und für Flyer machen. Wirksamkeit von Panoramafotos diskutieren.

Das Listing vermarkten

72. Ausdrucke und Internetwerbung mit den Angaben des Verkäufers erstellen.
73. Besichtigungstermine mit Verkäufern, Mietern und ggfls. anderen zertifizierten Fachmaklern organisieren.
74. Alle Anrufe, auch am Wochenende, annehmen.
75. Mailing- und Kontaktliste erstellen.
76. E-Mail-Anschreiben mit Kontaktliste verknüpfen.
77. Etiketten „neu zum Verkauf“ und Berichte bestellen.
78. Flyer und Faxantwortformulare erstellen.
79. Verrgleichbare MLS Listings regelmäßig überprüfen, um sicher zu stellen, dass Preis, Bedingungen und Verfügbarkeit der Immobilie wettbewerbsfähig bleiben.
80. Verkaufsbroschüre für die Immobilie zur Überprüfung durch den Verkäufer erstellen.
81. Drucken oder Kopieren und Verteilen der Verkaufsbroschüren oder Flyer organisieren.
82. Falls verfügbar, das Listing auf die Webseiten von Unternehmen und Maklern hochladen (bei MLS Deutschland Spiegelung der Datenbank).
83. Alle Anwohner darüber informieren, dass die Immobilie neu zum Verkauf steht.
84. Den Käufern Daten von geeigneten Umzugsfirmen zur Verfügung stellen.
85. Verkaufsanzeigen an Unternehmen versenden, die auf Immobilienseiten im Internet werben.
86. Preisänderungen unverzüglich allen Beteiligten mitteilen.
87. Falls erforderlich, die Broschüren erneut drucken und verteilen.
88. Darlehensinformationen im MLS wie erforderlich überprüfen und aktualisieren.
89. Die Vertreter der Käufer über die Ergebnisse von Besichtigungen informieren.
90. Die wöchentlichen Marktübersichten studieren.
91. Die Ergebnisse von Besichtigungen mit Maklern mit dem Verkäufer diskutieren und entscheiden, ob Änderungen den Verkauf beschleunigen können.
92. Den Verkäufer regelmäßig telefonisch über den Stand informieren und die Verkaufsaktionen und den Preis diskutieren.
93. Preisänderungen unverzüglich in die Datenbank des MLS eintragen.

Angebot und Vertrag

94. Alle Kaufangebote von Käufern und deren Vertretern in Empfang nehmen und überprüfen.
95. Angebot(e) bewerten und in ein Datenblatt für den Eigentümer zu Vergleichszwecken erstellen.
96. Den Verkäufer bezüglich der Angebote beraten. Vor- und Nachteile jeder Komponente erklären.
97. Den Vertreter des Käufers kontaktieren und Qualifikation des Käufers überprüfen sowie das Angebot diskutieren.
98. Auskünfte des Verkäufers dem Vertreter des Käufers oder dem Käufer persönlich zustellen. Falls möglich, vor Abgabe eines Angebots.
99. Eventuell Finanzierungsbestätigung einholen.
100. Alle Angebote im Auftrag des Verkäufers verhandeln sowie eine Frist für die Darlehens-bestätigung und das Abschlussdatum festlegen.
101. Mögliche Gegenangebote, Akzeptanz oder Ergänzungen vorbereiten und versenden.
102. Kopien des Vertrages und aller Anhänge an den Anwalt, Notar und allen Beteiligten übermitteln.
103. Wenn ein Kaufangebot vom Verkäufer angenommen und unterschrieben ist, das unterzeichnete Angebot dem Vertreter des Käufers zustellen.
104. Eventuelle Reservierungsgebühr des Käufers unverzüglich auf dem Treuhandkonto hinterlegen lassen.
105. Kopien des Kaufvertragsangebots an den Darlehensgeber übermitteln.
106. Kopien des unterzeichneten Kaufvertrags in die Datei des Maklerbüros aufnehmen.
107. Den Verkäufer beraten, wie mit weiteren Kaufangeboten umzugehen ist, die in der Zeit zwischen Angebotsabgabe und Abschluss eingehen.
108. Den Status des Objekts im MLS auf „reserviert“ umstellen.
109. Die Ergebnisse der Berichte über die Kreditwürdigkeit des Käufers überprüfen – den Verkäufer über mögliche Szenarien beraten.
110. Bei Finanzierung den Verkäufer über die Kauffähigkeit des Käufers beraten.
111. Falls erforderlich, den Käufer bei der Finanzierung unterstützen.
112. Mit dem Darlehensgeber mögliche Nachlässe zu bestimmten Terminen diskutieren.
113. Dem Käufer noch nicht bekannte Objektinformationen zur Verfügung stellen.
114. Verifizieren, dass, falls erforderlich, eine Ungezieferüberprüfung beauftragt wurde.
115. Verifizieren, dass, falls erforderlich, ein Bodengutachten beauftragt wurde.

Verfolgen des Darlehensprozesses

116. Dem Käufer Finanzierungspartner aus eigenem Netzwerk empfehlen.
117. Dem Finanzierungspartner des Käufers die notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellen.
118. Darlehensbearbeitung bis hin zur Unterschrift verfolgen.
119. Den Darlehensgeber wöchentlich kontaktieren, um sicher zu stellen, dass sich bei der Darlehensauszahlung keine Verzögerung ergibt.
120. Die endgültige Darlehensbestätigung für den Käufer an den Verkäufer weiterleiten.

Untersuchung des Hauses

121. Falls erforderlich, eine professionelle Begutachtung des Hauses organisieren.
122. Den Bericht der Begutachtung überprüfen.
123. Dem Verkäufer vertrauenswürdige Unternehmen für sämtliche notwendige Reparaturen empfehlen bzw. ihn bei Auswahl und Verhandlungen unterstützen.
124. Falls erforderlich, im Namen des Auftraggebers die Zahlungen verhandeln und die ordnungsgemäße Fertigstellung überwachen.

Die Wertermittlung

125. Unterlagen für die Wertermittlung vorbereiten.
126. Dem Wertgutachter ggfls. Daten über vergleichbare Verkäufe zur Verfügung stellen.
127. Den Fortschritt der Wertermittlung verfolgen.
128. Falls der ermittelte Wert als zu gering erscheint, dies prüfen und den Verkäufer bei der Reklamation unterstützen.

Den Abschluss vorbereiten

129. Den Abschluss mit dem Vertreter des Käufers und dem Darlehensgeber sowie Notar koordinieren.
130. Formulare und Dokumente für den Abschluss auf dem neuesten Stand halten.
131. Sicherstellen, dass alle Parteien alle Formulare und Informationen haben, die zum Abschluss des Verkaufs notwendig sind.
132. Den Notar auswählen, bei dem der Abschluss erfolgen soll.
133. Datum und Zeit für den Abschluss abstimmen und alle Parteien informieren.
134. Beim Lösen von Eigentumsproblemen (Grenzkonflikte, Nutzungsrechte, usw.) oder beim Einholen von Dokumenten helfen.
135. Mit dem Vertreter des Käufers zusammenarbeiten, um die letzte Besichtigung vor dem Abschluss durch den Käufer vorzubereiten und durchzuführen.
136. Steuern, Beiträge, Nebenkosten und andere Kosten ermitteln.
137. Alle Abschlussdokumente sorgfältig auf Fehler überprüfen.
138. Die Dokumente ggfls. zusammen mit dem Anwalt oder Notar überprüfen.
139. Diesen Abschluss mit dem nächsten Kauf des Verkäufers koordinieren und eventuelle Probleme beim Timing lösen.
140. Dem Käufer und Verkäufer beim Abschluss ein „Give away“ als Erinnerung überreichen.
141. Den Status im MLS auf „Verkauft“ ändern bzw. das Objekt aus dem MLS entfernen.